Morbus Crohn und Schwangerschaft


Tatsächlich haben Morbus Crohn Patientinnen während der Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko auf einen erneuten Krankheitsschub. Rund 25% erleiden während ihrer Schwangerschaft einen Morbus Crohn-Schub. Der Krankheitsverlauf aber ist ähnlich dem von nicht schwangeren Frauen.

Medikamente während der Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft ist die Behandlung mit Medikamenten schwierig, denn viele Medikamente eignen sich nicht für schwangere Patienten, da sich diese negativ auf das ungeborene Kind auswirken könnten. Dennoch werden vielen schwangeren Frauen bei einem akuten Schub Kortison und ähnliche Medikamente verabreicht. Operationen von Fisteln oder Ähnlichem aber werden meist aufgeschoben bis nach der Schwangerschaft, weil dies für das Kind im Bauch zu gefährlich wäre. Eine OP wird nur dann durchgeführt, wenn ein Darmverschluss oder sonstige Komplikationen das Leben von Mutter und Kind gefährden.

Medikamente dürfen während der Schwangerschaft von Morbus Crohn-Betroffenen nicht einfach abgesetzt werden.

Medikamente dürfen während der Schwangerschaft von Morbus Crohn-Betroffenen nicht einfach abgesetzt werden.

Erhöhtes Risko auf eine Fehlgeburt
Frauen, die während ihrer Schwangerschaft einen Morbus Crohn-Schub erleiden, haben ein erhöhtes Risiko, eine Fehlgeburt zu haben oder dass die Wehen zu früh einsetzen und das Kind ein Frühchen ist.

Ergänzender Hinweis von Dr. Hohn, Gastroenterologe in Koblenz:

Die Patientin sollte aus Angst vor Schädigungen der Frucht auf keinen Fall die Medikamente absetzen, da dann die Gefahr eines Abortes besteht. Vielmehr sollte sie sich sofort mit dem behandelnden Arzt in Verbindung setzen. Sehr gut vertragen und weiter genommen werden dürfen und müssen Cortison und Budesonid sowie Azatioprin, das eine sehr große Anzahl von Patientinnen einnimmt. Besonders das Letztgenannte muss weiter eingenommen werden. MTX darf in der Schwangerschaft hingegen nicht genommen werden, unter diesem Medikament muss eine sichere Verhütung stattfinden.

 

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